09.05.2011 15:00 Alter: 4 yrs

Internationale Waldbrandübung

Kategorie: Berichte überregional

Von: KLFV & BFKdo Hermagor

ALP FFIRS - Im Rahmen des EU-Projekts ALP FFIRS untersucht das Institut für Waldbau an der Universität für Bodenkultur (BOKU) die Häufigkeit, Verteilung und die Gefahr von Waldbränden in Österreich.

Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundesheer und ausländischen Einsatzorganisationen probten eine koordinierte Zusammenarbeit

Libelle Kärnten in Aktion

Brandbekämpfung aus der Luft und mit Bodenkräften

Befüllung des "Bambi Bucket"

reger Flugbetrieb erfordert Höchstkonzentration der Piloten

Black Hawk in Aktion

Alouette III - im Anflug auf den Pressegger See

Feuerwehrkräfte sorgen für die Wasserzubringung

Brandbekämpfung aus der Luft

Alouette III in Aktion - Zusammenarbeit mit Spezialkräften Flughelfer mit M-R-A-S Qualifikation

Betankung der Pilatus Porter am Flugplatz Nötsch

In Abhängigkeit von Vegetation, Klima und menschlichem Einfluss soll das Auftreten und Verhalten von Waldbränden in gefährdeten Waldökosystemen modellhaft beschreiben werden. Das nationale Ziel von ALP FFIRS ist es, Waldbrände besser und genauer vorherzusagen, um den Feuerwehren eine gute Grundlage für die Einsatzplanung zu gewährleisten.

Dazu soll ein alpinweites Warnsystem implementiert werden, welches das aktuelle Wettergeschehen, die vorhandene Vegetation und kritische sozioökonomische Faktoren berücksichtigen kann.

Durch die Kooperation von 14 öffentlichen Institutionen (Wetterdienste, Universitäten, regionale und nationale Behörden) aus Österreich, Italien, Slowenien, Deutschland, Frankreich und der Schweiz soll ein methodisch abgestimmtes Vorgehen im gesamten Alpenraum gewährleistet werden. Im Rahmen dieser Konferenz fand auch eine großangelegte internationale Waldbrandübung im Raum Hermagor/Köstendorf statt.

 

Übungsablauf:

Auf dem Weidegebiet der Agrargemeinschaft Köstendorf landeten ab 16.00 Uhr die Alouette III aus Klagenfurt, die Agusta Bell 212 aus Hörsching und der S-70 „Black Hawk“ aus Tulln vom Österreichischen Bundesheer sowie die Ecureuil AS 355 des Bundesministeriums für Inneres aus Klagenfurt.

Zwei Flugzeuge des Typs Pilatus PC-6 „Turbo Porter“ vom Österreichischen Bundesheer standen am Flugplatz in Nötsch (Gde. Nötsch, Bez. Villach-Land) bereit. Übungsannahme:

 

Kurz vor 17.00 Uhr begann die große Übung. Pyrotechniker sorgten für eine realitätsnahe Verrauchung der Brandorte. Vom Beobachtungsplatz der Zuschauer aus gesehen gab es nördlich und südlich gelegen jeweils eine Brandstelle.

Im Norden rückten Feuerwehrkräfte am Boden zum Wald vor und bekämpften das „Feuer“ mit verschiedenen Löschsystemen. Unterstützt wurden sie von den beiden Löschflugzeugen, welche zwischen dem Flugplatz Nötsch und der Brandstelle pendelten.

Laut Übungsannahme war der südliche Brandort mit Fahrzeugen nicht zu erreichen. Mannschaft, Gerät und Löschwasser mussten daher mit den Hubschraubern zum Einsatzort geflogen werden. Auch hier wurden verschiedene Löschsysteme verwendet.

 

Für die Brandbekämpfung aus der Luft pendelten die AB 212 und der S-70 „Black Hawk“ zwischen der Brandstelle und dem Pressegger See, aus dem sie das Löschwasser entnahmen.

Die Gailtalstraße (B111) musste dabei immer wieder überflogen werden. Die Polizei sperrte daher im Bereich Förolach kurzzeitig die Bundesstraßen im Einsatzkorridor, um eine Gefährdung des Verkehrs auszuschließen. 

 

Neben den lokalen Feuerwehren nahmen auch Feuerwehrkräfte aus anderen Bezirken Kärntens sowie aus anderen Bundesländern und aus Italien mit Spezialgeräten an dieser Übung teil.

 

Ein Bilderalbum mit mehr als 200 Fotos von der Waldbrandübung finden Sie auf der Website des Bezirksfeuerwehrkommandos Hermagor.

 

 

Bilder und Bericht: ÖA Team BFKdo Hermagor - besten Dank !