Stolze Leistungsbilanz 2016 der Kärntner Feuerwehren

Der vorliegende Tätigkeitsbericht dokumentiert die vielfältigen und umfassenden Aufgaben der Kärntner Feuerwehren. Aus den Medien ist zu entnehmen,dass das vergangene Jahr zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zu zählen ist. Die daraus abzuleitende und viel diskutierte globale Klimaerwärmung sowie die damit einhergehenden Wetterkapriolen waren auch in unserem Bundesland spürbar. Konkret waren es im April die massiven Schneefälle, die große Schäden an der Natur zur Folge hatten, gefolgt von zahlreichen Unwettern mit örtlichen Überflutungen und Murenabgängen.

Am schlimmsten davon betroffen waren das Loibltal und vor allemdie Ortschaft Afritz, wo auch die KAT-Züge zur Beseitigung der Schäden im Einsatz standen. Sämtliche technische Einsätze auf Kärntens Straßen sowie die Brandeinsätze in ihren verschiedensten Ausprägungen konnten mit den zur Verfügung stehendentechnischen Hilfsmitteln in bewährter Weise von den Kärntner Feuerwehren bestens bewältigt werden.

Der Weiterbestand aller Freiwilligen Feuerwehren Kärntens ist dem Landesfeuerwehrkommando ein besonderes Anliegen. Daher erscheint die Erhaltungder Stützpunktfeuerwehren verbunden mit einer Anpassung der zeitgemäßen technischen Ausrüstung der Feuerwehren, an das Gefahrenpotential der jeweiligen Gemeinde, sinnvoll. Dies ist letztendlich das Ziel der Evaluierung der Ausrüstung der Kärntner Feuerwehren.

Das wertvollste in der Organisation Feuerwehr ist aber jedes einzelne Feuerwehrmitglied, das letztendlich die Fahrzeuge und Gerätschaften bedient. Um diese Einsatzbereitschaft zu erhalten bzw. zu stärken, wurde mit der letzten Novelle zum Kärntner Feuerwehrgesetz das Alter für den Dienst in der Feuerwehr auf 70 Jahre angehoben. Die Kameraden können nunmehr über das 65. Lebensjahr hinausgehend als "Mitglied der Reserve" weiter am Übungs- und vor allem am Einsatzdienst teilhaben.

Das moderne, vielfältige und zunehmend modulare Ausbildungsangebot an der Landesfeuerwehrschule konnte wiederum weiterentwickelt werden. So wurden in diesem Jahr an die 180 Lehrveranstaltungen umgesetzt, dazu kommen etliche Neu- und Weiterentwicklungen wie z. B. die Lehrveranstaltung "Führungsunterstützung". Mit der Ausbildung der Brandschutzwartein Pflichtschulen konnten sehr positive und wichtige Schritte für die allgemeine Sicherheit am Sektor des "Betrieblichen Brandschutzes" gesetzt werden. Unsere Landesfeuerwehrschule nimmt in Österreich die Vorreiterrolle im Bereich der Heißausbildung ein und ist als ÖBFV Kompetenzzentrum dafür verantwortlich, die Trainer der Landesfeuerwehrschulen und jene der Berufs- und Betriebsfeuerwehren auszubilden.

Sehr erfolgreich wurde die "Technische Leistungsprüfung" (TLP) in Bronze Stufe I eingeführt und auch erstmals auf Bezirksebeneausgetragen.

Neben den täglichen Herausforderungen obliegt dem Kärntner Landesfeuerwehrverband gemeinsam mit der Stadt Villach und dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, im Zeitraum von09. bis 16.Juli 2017, die Austragung der Internationalen Feuerwehrwettbewerbe in Villach. Diese Großveranstaltung könnenwir nur gemeinsam mit Unterstützung durch die Kärntner Feuerwehren, aber auch durch andere Einsatzorganisationen und dem Österreichischen Bundesheer bewältigen. 

 

Dieser Tätigkeitsbericht bietet auch die Gelegenheit, uns bei allen politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Gemeindeebene, sämtlichen befreundeten Einsatzorganisationen, dem Österreichischen Bundesheer, der Exekutive sowie allen Behördenvertretern für die ausgezeichnete und kooperative Zusammenarbeit aufrichtig zu bedanken.