Die rapid steigenden Einsatzzahlen der Feuerwehren in den 70er und 80er Jahren und die damit verbundenen Personalprobleme führten zur Zielsetzung, eine LAWZ, die rund um die Uhr besetzt ist, zu installieren. Diese wurde im Jahre 1991 offiziell eröffnet.
Mit dieser Realisierung wurde auch der Endausbau des Funksystems in Kärnten erreicht. Die LAWZ Kärnten stellt auf Grund ihrer ständigen Erreichbarkeit, sowohl über Telefon, Notruf 122, Notruf 140, Notruf 130 und Funk, die Alarmzentrale für den Feuerwehrdienst sowie die Bevölkerungswarnung und somit die Nachrichten- und Führungsmittelzentrale für die Landesregierung und die Bezirkshauptmannschaften im Katastrophenfall in Kärnten dar. 


Gemeinsam haben das Land Kärnten und der Kärntner Landesfeuerwehrverband ein Gesamtkonzept für die LAWZ erarbeitet.

 

Folgende Tätigkeiten werden in der LAWZ von den 10 Disponenten wahrgenommen:

  • Entgegennahme Feuerwehrnotruf 122
  • Bergrettungsnotruf 140
  • Wasserrettungsnotruf und Behördennotruf 130 aus ganz Kärnten 
  • Entgegennahme der Alarme von automatischen Brandmeldeanlagen aus ganz Kärnten ( ca. 320 Anlagen )
  • Alarmierung der Feuerwehren auf Landes-, Bezirks-, Abschnitts- und Ortsebene über Sirenen und Rufempfänger
  • Alarmierung der Bergrettung auf Landes- und Ortsstellenebene über SMS 
  • Alarmierung der Wasserrettung auf Landesebene über SMS  
  • Rettungshubschrauber im Bedarfsfalle bzw. Weitergabe von Anforderungsmeldungen 
  • verständigung Höhlenrettung 0463 / 36043 oder 130
  • Alarmierung der Suchhundestaffeln der Rettungshundebrigade ÖRHB und des Arbeitersamariterbundes ASB
  • Warn- und Alarmdienst in  allen Katastrophenfällen  (Sirenenzivilschutzprogramme, Durchsagen in Rundfunk und Fernsehen) 
  • Ständige Beobachtung der 36 Messstellen des  Strahlenfrühwarnsystems und Alarmierung bei Grenzwertüberschreitungen entsprechend Dienstanweisung 
  • Assistenzanforderung des Bundesheeres (Mannschaft und Gerät für Katastropheneinsatz sowie Hubschrauber für Brandeinsätze, Überstellungsflüge)
  • Gefahrengut Erstinformation für Einsatzorganisationen
  • Entgegennahme von Gefahrenmeldungen aller Art und Alarmierung entsprechend den Alarmplänen (z.B. Kernkraftwerk Krsko)
  • Entgegennahme der E-Mail und Faxmeldung der Bundeswarnzentrale und von Bundesministerien und Weiterbearbeitung nach Erfordernis
  • Entgegennahme von Hochwasser-Gefahrenmeldungen  der Austria Hydro Power ( vormals ÖDK ) bzw. der KELAG
  • Alarmierung der Bereitschaftsdienste der Landesregierung: Landesamtsdirektion, Umwelt - Chemiker ,  Lebensmittelüberwachung, Luftreinhaltung, Amtstierärzte (Tiertransporte) und sonstige Sachverständige (Geologen, Verkehrsrecht...)
  • Alarmierung und Benachrichtigung der Entscheidungsträger des Landes Kärnten (Landeskoordinationsausschuss und Landeskrisenmanagement) sowie der Bezirkshauptmannschaften entsprechend den Alarmplänen
  • Verständigungsverfahren für Arzneimittelüberwachung
  • Vorhaltung der Erreichbarkeiten von Firmen, wie z.B. Kaminkehrer, Altölentsorgung, Tierkörperentsorgung, Straßenmeisterei und Wasserwerke sowie Verständigung im Anlassfalle
  • Unterstützung sonstiger Einsatzorganisationen wie Höhlenrettung, Wasserrettung, Bergwacht u.a.
  • Wartung der Stammdaten aller Feuerwehrmitglieder in Kärnten ( über 20.000 Personen)
  • Wartung und Aktualisierung der Alarmpläne von Feuerwehren und Landesregierung
  • Statistische Auswertungen im Feuerwehrbereich (Monats und Jahresstatistik) 
  • Erstellung von Sonderalarmplänen  und KAT Alarmpläne für Seveso 2 Objekte
  • Zusammenstellung von Berichten für Feuerwehrzeitschriften und Medien, 
  • Erstellung und Wartung der Internet Homepage des KLFV
  • Entgegennahme und Weiterleitung aller sonstigen Hilfsansuchen und Notfallsmeldungen an die zuständigen Einsatzorganisationen (Polizei, Rettung, Bergrettung, Höhlenrettung, Suchhundestaffeln ect.)