Assistenzeinsatz Italien beendet - Update 13.8.- 18 Uhr

 

Bereits seit mehreren Tagen sorgt ein großer Waldbrand, südlich der österreichischen Staatsgrenze, für enorme Rauchentwicklung. Die Löscharbeiten erwiesen sich aufgrund der exponierten alpinen Lage als sehr schwierig.

Am Donnerstag trat die italienische Regierung an Kärnten heran und forderte offiziell Hilfe an. Über Auftrag des Landeshauptmannes Dr. Peter Kaiser, erfolgte die Entsendung einer Einheit von Kärntner Feuerwehren mit Mannschaft und Gerät, am Freitag, den 9. August 2013 traf diese im betroffenen Gebiet ein.

 

Als Einsatzgebiet wurde der KAT Einheit Kärnten der Bereich Sella Nevea und die Montasio Alm zugewiesen.  Dort gilt es, noch nicht betroffene Bereiche abzuriegeln und eine Ausbreitung des Brandes zu verhindern.

Seit den frühen Morgenstunden stehen 47 Mann mit 13 Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Nach kurzer Einweisung wurden die Widerstandslinien ( mit Forstsprinkler ) im Westen der Alm aufgebaut und in Betrieb gesetzt.

 

Die Löschwasserversorgung für die italienischen Hubschrauber werden über die Tanklöschfahrzeuge sichergestellt. Dabei wird der Pendelverkehr mittels der 5 Kärntner und 3 zusätzlicher italienischer Tanklöschfahrzeuge aufrecht gehalten. Als Wasserbezug dient der Wasserspeicher (Schneekanonen) im Bereich Sella Nevea.

Parallel dazu liefen in den Vormittagsstunden die logistischen Arbeiten wie z.B Errichtung und Betrieb einer Einsatzleitung, Herstellung der Lagerinfrastruktur, Zeltaufbau usw.

Im Tagesverlauf hat der Wind wieder Richtung West gedreht, was aber keine Auswirkungen auf die taktischen Massnahmen nach sich zog. Die Arbeiten werden, solange es die Flugbedingungen zulassen, weitergeführt. Für die erste Nachthälfte sind leichte Regenfronten angekündigt, in der 2 Nachthälfte sollte es aufklaren.

 

Für Morgen wird ein sonniger und niederschlagsarmer Tag vorausgesagt. Die Löscharbeit und Unterstützungsarbeiten werden am Morgen planmässig weitergeführt.

 

Tag 2 - 10. August 2013

Der Einsatztag gestern dauerte bis 22 Uhr 30. Die prognostizierten Niederschläge während der Nachtstunden hatten keine merklichen Auswirkungen. Die Nacht war kurz. Seit 5 Uhr herrscht wieder reges Treiben auf der Montasioalm. Nach Frühstück und kurzer Lagebesprechung wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Die Sprinklerleitungen standen in Betrieb. Der Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen wurde analog des gestrigen Tages wieder aufgenommen.

 

Seit ca. Mittag steht eine Bodenmannschaft der Kärntner Feuerwehr gemeinsam mit den italienischen "Forestale" bei einer direkten Brandbekämpfung im Einsatz. Ein Hubschrauber flog die Einsatzkräfte dafür direkt zu einer zugewiesenen Brandstelle. Die Arbeiten am Boden mit Waldbrandbekämpfungswerkzeug und Rückenspritzen wird durch Löschwasser von den Hubschraubern unterstützt.

 

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10. August 2013, 19:00 Uhr

Der heutige Hubschrauber gestützte Einsatz wurde um 19 Uhr Ortszeit beendet. Alle Einsatzkräfte inkl. Geräte wurden unbeschadet ausgeflogen. Nach einem erneuten Erkundungsflug mit den italienischen Behörden und der darauffolgenden Einsatzbesprechung konnten 2 Tanklöschfahrzeuge der Kärntner Einheit abgezogen werden. Weitere Massnahmen werden Sonntag früh nach der Einsatzleiterbesprechung getroffen.

3 Tag - 11. August 2013

Am Sonntag Vormittag wurde die Entscheidung getroffen, zwei weitere Kleinlöschfahrzeuge mit Personal ins Einsatzgebiet zu Verlegen. Es muss eine 2 Km lange Zubringerleitung entlang einer Forststraße aufgebaut werden, die mit leistungsstarken Tragkraftspritzen in weiterer Folge betrieben wird.

Die bereits anwesende Einsatzmannschaft steht dzt. in Bereitschaft, um bei etwaigen Löscheinsätzen der Hubschrauber wieder zur Verfügung zu stehen.

 

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Update 21 Uhr:

Die Brandbekämpfung ist unermüdlich im Gange, so wurde erneut ein Trupp mit einem Hubschrauber direkt zu den Brandstellen geflogen um die Lage zu erkunden und zu beurteilen. Die geplante 2300m lange Schlauchleitung ist verlegt und die Brandbekämpfung wird vom Boden aus mit Luftunterstützung durchgeführt.

Damit die Kommunikation mit den italienischen Piloten der Hubschrauber einfacher funktioniert, wurden die Kärntner Trupps mit italienischen Funkgeräten ausgestattet. Die Kommunikation in englischer Sprache funktioniert klaglos.

Für morgen ist wieder ein Austausch von Kräften geplant. 3 weitere Feuerwehren werden morgen früh im Einsatzgebiet eintreffen.

Für Vormittag ist erneut eine Lagebeurteilung geplant, welche in weiterer Folge entscheiden wird, ob der Assistenzeinsatz am Abend beendet werden kann.

 

4. Tag - 12. August 2013 - 12 Uhr

Nach einem Erkundungsflug am Vormittag wurden die Nachlöscharbeiten wieder in Angriff genommen. Erneut wurde ein Trupp mit Waldbrandpaket (EL BFK Bürger) per Hubschrauber auf den Berg geflogen. Bei den Löscharbeiten im alpinen Gelände werden die Kärntner Einsatzkräfte von einem Trupp der "italienischen Forestale" unterstützt.

 

Die errichtete Löschleitung ist nach wie vor im Einsatz. Heute Abend wird der Löscheinsatz, nach derzeitigem Stand, beendet und ein Großteil der Tanklöschfahrzeuge zurück nach Kärnten beordert.

Morgen Dienstag sollen dann der Abbau sowie die Versorgung der Gerätschaften erfolgen. Die Rückverlegung nach Kärnten ist für morgen Abend geplant.

Tag 5 - 13. August 2013 - der Assistenzeinsatz ist beendet

Die Kärntner Einsatzkräfte haben heute den Assistenzeinsatz in Italien abgeschlossen.  Um 18 Uhr sind die letzten Kärntner Einsatzkräfte wieder in der Heimat eingetroffen. Die KAT-Gerätschaften wurden beim KLFV abgeladen, und werden in den nächsten Tagen gereinigt und wieder für den Einsatz vorbereitet.

In den letzten fünf Tagen konnten die Kärntner Feuerwehren, mit insgesamt 206 Mann, ihre Professionalität sowie die Einsatz- und Hilfsbereitschaft eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Im Sinne "Senza Confini" konnten wir den italienischen Einsatzkräften sowie den Bürgern des Kanaltales rasch und unbürokratisch helfen, erklärte EL OBI Peter Schrott, nach der Rückkehr beim KLFV.