28.03.2017 15:15 Alter: 242 days

Bezirk Spittal an der Drau

Kategorie: Brandeinsatz

Von: FF Spittal, Mag. Walter Egger

145 Feuerwehrleute bei Waldbrand in Preisdorf bei Kolbnitz

Am 28.03.2017 um 15:12 Uhr wurden die Feuerwehren des unteren Mölltales und des Abschnittes Lurnfeld zu einem Waldbrand in Kolbnitz alarmiert. Ausgehend von der ÖBB-Tauernstrecke war oberhalb von Preisdorf in der Nähe des Rieckenbachgrabens ein Feuer ausgebrochen und hat einen Hochwald in Brand gesetzt. In kurzer Zeit standen die Bahnböschung und mehr als fünf Hektar Wald in Flammen.

145 Feuerwehrleute aus 14 Feuerwehren waren mit 25 Fahrzeugen, vorwiegend Tanklöschfahrzeuge, im Einsatz. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch einen Hubschrauber des Innenministeriums und zwei Bundesheerhubschrauber, die rasch zur Stelle waren. Das Löschwasser wurde im Pendelverkehr aus der Möll in Kolbnitz auf den Berg transportiert. Entlang der Bahnstrecke wurden die Löscharbeiten mit Hilfe der beiden ÖBB-Löschzüge aus Mallnitz und Spittal unterstützt.

Da der übrige Zugsverkehr eingestellt werden musste, wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Die Flammen im steilen Gelände konnten aufgrund des Zusammenwirkens aller Kräfte rasch unter Kontrolle gebracht werden, jedoch waren die Männer immer wieder von umstürzenden Bäumen, die im Inneren ausgebrannt waren gefährdet. Bis über den Einbruch der Dunkelheit hinaus waren die Feuerwehrmänner im Einsatz um die Glutnester, die bis zu 30 cm im Erdboden weiterbrennen, zu bekämpfen. Das ist eine langwierige und harte Arbeit vor Ort. Immer wieder lockern sich Steine und abgebrannte Holzteile und gefährden die unterhalb arbeitenden Männer.

 

Im Feuerwehrhaus Kolbnitz wurde ein Einsatzunterstützungsstab unter der Leitung von BFK Kurt Schober gebildet. In den Nachtstunden werden Kameraden der FF Kolbnitz am Berg Brandwache halten und die Sprinkleranlage im Laufen halten. Um 20:30 Uhr wurde das Gelände mit dem Hubschrauber des BMI abgeflogen, der eine Spezialkamera an Bord hat. Mit dieser können Glutnester in der Dunkelheit geortet und fotografiert werden. Mit Hilfe dieser Bilder können morgen die Arbeiten fortgesetzt werden.

Gegen 21 Uhr rückten die sichtlich erschöpften Männer im Feuerwehrhaus Kolbnitz ein um die Lage zu besprechen und sich erstmals auch zu stärken.

Morgen Mittwoch in der Früh müssen die Löscharbeiten weitergeführt werden. Die Bekämpfung der Glutnester wird erfahrungsgemäß mehrere Tage in Anspruch nehmen, bis endgültig Brand aus gegeben werden kann.