Kooperation des KLFV mit der Plattform http://einsatz.or.at

Das vom BFKdo Spittal an der Drau als Projektträger bereits von Beginn an unterstützte Projekt feuerwehr.einsatz.or.at (kurz FWEI-Kärnten) wird auf Basis einer vor kurzem geschlossenen Kooperation mit dem Kärntner Landesfeuerwehrverband nunmehr landesweit allen Feuerwehren in Kärnten zur Verfügung gestellt.

Im Bezirk Spittal als Pilotbezirk aber auch im restlichen Bundesland nutzen bereits zahlreiche Feuerwehren das neue Einsatzinformationssystem, welches kurz beschrieben wie folgt funktioniert:

  • Das bei Alarmierungen auch von der LAWZ ausgesendete Blaulicht-SMS wird vom System erfasst und ausgewertet.
  • Im Hintergrund erfolgt ein Datenabgleich und die dort auswertbare Adresse wird in Echtzeit auf einer Karte angezeigt.
  • Die Feuerwehren können sich somit auf Basis der mit der Alarmierung übermittelten Hausnummer besser orientieren und leichter die Einsatzstelle finden.

Als Ausgabegeräte können Computer, Tablet, Handy oder Drucker genutzt werden. In diesem Zusammenhang ist es auch möglich einen sog. Alarmmonitor in der Fahrzeughalle einzurichten, wo sich die eintreffende Mannschaft schnell vor der Ausfahrt über die betroffene Örtlichkeit informieren kann. Dieses erste Lagebild kann auch über einen Alarmdrucker ausgeworfen und vom Einsatzleiter oder Fahrzeugkommandanten in Papierform mitgenommen werden, was eine weitere erste Orientierung im Zuge der Anfahrt ermöglicht. Viele Feuerwehren nutzen bereits Tablets im Fahrzeug um das System zu nutzen, aber auch sonstige Feuerwehr-Apps vor Ort nutzen zu können (z.B. die Rettungskarten bei Verkehrsunfällen, Gefahrgutinfosysteme etc.).

Im System können auch eine Vielzahl von Zusatzinformationen - welche Einsatzrelevanz haben - individuell hinterlegt werden. So können z.B. Wasserbezugsstellen, Zusatzangaben zu Brandmeldeanlagen, Aufzugsanlagen, Defibrillatoren, Gasanlagen oder z.B. Tiefgaragen örtlich angezeigt und mit Bild und Wort beschrieben werden. Einsatzkräfte müssen damit nicht mehr eine Vielzahl an analogen Akten mitführen, sondern können digital überall auf diese Daten zugreifen.

Mit dem System besteht in „Friedenszeiten“ die Möglichkeit eine digitale Gebiets- und Gefahrenanalyse im eigenen Einsatzgebiet durchführen, um dann im Einsatzfall allen Einsatzkräften rasch und umfangreiche Informationen zur Verfügung stellen zu können. Dies erleichtert die Arbeit der Führungskräfte, unterstützt die eingesetzte Mannschaft und führt zu einer effizienten Einsatzabwicklung.

Allgemeiner Hinweis:
Das System ersetzt keinesfalls die Kontaktaufnahme mit der LAWZ und Rückmeldung an diese, sondern ermöglicht zeitgerechte Einsatzunterstützung.

Interessierte können sich auf der Projekthomepage unter http://www.einsatz.or.at/ umfangreich informieren.