Moderne Ausbildunsgmethoden in der LFS Kärnten !

Das Ziel einer jeden Feuerwehrschule ist es, möglichst wirklichkeitsnah auszubilden. Dabei wären sämtliche "Eingangskanäle" bei den Lehrgangsteilnehmern genützt.

E-Learning bietet sich als eine neue Möglichkeit zwischen Theorie und Praxis an. Mit graphischen Darstellungen auf dem Papier kann der eine oder andere weniger technisch Begabte nicht allzu viel anfangen. Hier fehlt oft das Vorstellungsvermögen. Anschaulicher hingegen sind Planspiele auf Modellbasis. Diese haben jedoch die Nachteile, dass Randgeschehnisse wesentlich schneller als in der Praxis erfasst werden.
Im praktischen Einsatzfall ergibt sich eigentlich eine konträre Sichtweise, nämlich der so genannte Tunnelblick. Hier werden bestimmte Dinge, welche sich im Randbereich unseres Gesichtsfeldes befinden, nur teilweise, schlecht oder sogar gar nicht wahrgenommen. In der Einsatzpraxis kann dies zu Fehlentscheidungen mit weitreichenden Folgen führen.

Eines unserer Ziele ist es, die Führungskräfte optimal für den Einsatz vorzubereiten. Dabei bedient man sich einer Technik, welche von den einfachsten Hilfsmitteln bis hin zu Computerunterstützte virtuelle Programme reicht. Die letztere Möglichkeit wird von den Lehrgangsteilnehmern bei den Führungslehrgängen sehr gut aufgenommen. In einer dreidimensionalen Darstellung wird dem Benutzer die Schadenslage dargestellt.


Der Einsatzleiter muss wie beim Einsatz:

  • die Lage erkunden
  • beurteilen
  • Entschlüsse fassen
  • Befehle geben

Bei diesem interaktiven, virtuellen Programm werden sämtliche Aktivitäten und Befehle abgespeichert und im Anschluss bei der Wiedergabe analysiert. Bei dieser wird ganz genau festgestellt, wann welche Entscheidung getroffen und ein entsprechender Befehl gegeben wurde.
Die Szenarien werden vom Ausbilder je nach Schwierigkeitsgrad zusammengestellt und im entsprechenden Lehrgang eingesetzt. Dabei können viele Einflussgrößen berücksichtigt werden. Der Lehrgangsteilnehmer erhält optische und akustische Informationen. Er muss diese bearbeiten, Entscheidungen treffen und Befehle geben.

Das Programm eignet sich in erster Linie für Gruppen- und Zugskommandanten sowie für Einsatzleiter. Die erste und kritische Phase eines jeden Einsatzes, egal ob Technischer oder Brandeinsatz, kann so entsprechend gut vorbereitet werden. Durch den ständigen Dialog zwischen Lehrgangsteilnehmer und Ausbilder werden Unklarheiten richtig gestellt und entsprechend korrigiert.

In unserer Landesfeuerwehrschule wurde ein Szenarium für einen Wirtschaftsgebäudebrand durch den Schulleiter, OBR Ing. Johann Zmölnig, entwickelt.
Für dieses sehr komplexes Szenarium zeigt man auch am internationalen Markt größeres Interesse. Zwei Landesfeuerwehrschulen in Deutschland verwenden dieses Szenarium bereits mit großem Erfolg in der Ausbildung. Das Bestreben der Landesfeuerwehrschule ist es auf dem letzten Stand der Technik und Wissensvermittlung zu sein.

Für die Ausbildung unserer Feuerwehrkameraden ist uns kein Aufwand zu groß und das beste Hilfsmittel gerade gut genug.