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Einsatzmarathon für die Kärntner Feuerwehren

Bereits am letzten Sonntag, den 27. Mai, waren ab etwa 15:00 Uhr 112 Unwettereinsätze, mit Schwerpunkten in den Bezirken Spittal/Drau, Villach Land, St.Veit/Glan und Wolfsberg zu verzeichnen gewesen. Am Montag, den 28. Mai, wurden noch Aufräumarbeiten durchgeführt. An diesen beiden Tagen waren 74 Feuerwehren mit über 650 Einsatzkräften an der Beseitigung der Unwetterschäden beteiligt.


Alle Hände voll zu tun hatten die Kärntner Feuerwehren an dem verlängerten Wochenende. Die täglichen Unwetter, welche oftmals lange Zeit über einem Bereich stehen blieben, sorgten für Überflutungen, Vermurungen und vollgelaufene Keller sowie Garagen.

 

 

Bereits am Fronleichnamstag, den 31. Mai, führten Gewitter in den Bezirken Spittal an der Drau und St.Veit/Glan zu zahlreichen Einsätzen der Kärntner Feuerwehren. Straßen wurden durch Schlamm und Geröll vermurt und unpassierbar, zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. Besonders betroffen waren die Gemeinden Spittal und Seeboden sowie Klein St.Paul und St.Georgen am Längsee im Bezirk St. Veit.

Noch während der letzten Aufräumarbeiten am Freitag zogen am Nachmittag wieder Gewitterzonen übers Land. Erneut traf es den Bezirk St. Veit/Glan und diesmal auch den Bezirk Wolfsberg. Das Schadensbild glich dem des Vortages. Wieder ein Einsatzhotspot das Görtschitztal, das Gurktal sowie die Gemeinden St.Andrä im Lavanttal und Reichenfels.

Auch der Samstag lies den Kärntner Feuerwehren kaum Zeit zum Erholen. Ein stürmischer Wind machte den Anfang im Raum Wörthersee. Zahlreiche Boote gerieten in Seenot. Gemeinsam gelang es den Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Wasserrettung, alle Personen in Sicherheit zu bringen. Herrenlos treibende Boote, die sich im Sturm losgerissen hatten, konnten geborgen werden.

Die Regenfront zog weiter Richtung Krappfeld im Bezirk St.Veit/Glan. Binnen kürzester Zeit sorgten erneut sintflutartige Regengüsse für Überflutungen und zahlreiche unpassierbare Straßen. Der Einsatzschwerpunkt lag diesesmal in und rund um die Gemeinde Kappel am Krappfeld. Die Aufräumarbeiten dauerten bis weit nach Mitternacht an.

284 Unwettereinsätze galt es, während des verlängerten Wochenendes, von 159 Kärntner Feuerwehren mit mehr als 1.600 Einsatzkräften zu bewerkstelligen.

 

Und die Wetterprognosen für die nächsten Tage lassen eher nichts Gutes erahnen. Die Böden sind mittlerweile stark durchfeuchtet. Große Regenmengen sickern zum Großteil nicht mehr ein, sondern fliesen an der Oberfläche ab und sorgen für diese Überschwemmungen. Gewitter sind vorhergesagt und können fast überall lokal rasch entstehen und das weitere erneute Eingreifen der Feuerwehren erfordern.

Bericht: HBI Hermann Maier 

Photos: FF Ferndorf, FF Spittal, FF Grafenstein, FF Seeboden