Zurück

Schnee im äußersten Westen und Regen im mittel- und östlichen Bereich Kärntens

Während das Lesachttal sowie das obere Mölltal im Schnee versinkt sorgen im restlichen Kärnten die Regenfolgen nach wie vor für zahlreiche Einsätze. Die Wettersituation bleibt fast unverändert.

Bereits während der Samstag Nachmittagsstunden weitete sich der Einsatzraum auf fast ganz Kärnten aus. Schwerpunkteszenarien waren Überschwemmungen/Überflutungen, Pumparbeiten bei Kellern, Hangrutschungen und Murenabgänge. In einigen Bereich wurden Vorkehrungsmaßnahmen hinsichtlich der Hochwasserprognosen getroffen. In Lavamünd bereiten sich die Feuerwehren auf eine neuerliche Hochwassersituation vor. Der Pegel der Drau wurde behördlich gesenkt, damit in den Staubereichen Auffangkapazitäten geschaffen werden konnten.

Auch in den Bezirken Feldkirchen und St.Veit an der Glan, entlang von Gurk, Glan, Metnitz, mussten Feuerwehren ausrücken. Es gab kleinere Überflutungen, vorsorglich wurden Sandsäcke für das bevorstehende Hochwasser vorbereitet.

Die Wetterprognosen lassen zur Zeit keine Entspannung zu. Ab Sonntag Mittag soll erneut eine Regenfront mit großen Regenmengen unser Land überqueren.

Seit Beginn der Regen- und Schneefälle wurden die Kärntner Feuerwehren zu 520 Einsätzen alarmiert.

 

Das Einsatzaufkommen der Kärntner Feuerwehren von Mittwoch weg 

 

 

Die Chronologie der Einsätze von Mittwoch bis Samstag

Bereits am Mittwoch, den 13. November 2019 standen die ersten Kärntner Feuerwehren aufgrund der Wetterkapriolen im Dauereinsatz. Besonders in den Bezirken Hermagor und Spittal sorgte der starke Schneefall für zahlreiche Behinderungen. Am Abend des Freitags, den 15. November 2019, mussten zahlreiche Haupt- und Nebenstraßen gesperrt werden. Zum Teil waren die Schneemassen zu groß, andererseits wurden die Aufräumarbeiten immer gefährlicher. Bäume hielten den Druck des schweren Schnees nicht mehr Stand und stürzten um. In den Abendstunden erhöhte sich das Einsatzaufkommen merklich. Die steigenden Temperaturen lies die Schneefallgrenze steigen. Die Wassermassen sorgten für kleinere Überflutungen und Überschwemmungen. Der aufgeweichte Boden hielt in manchen Bereichen nicht mehr, es kam zu kleineren Hangrutschungen und Murenabgängen, bei denen auch Landes- und Gemeindestraßen verlegt wurden.  

Die Wetterfronten, welche seit Mittwoch in mehreren Wellen von Süden her unser Bundesland überquerten, führten bis Samstag früh zu 280 Feuerwehreinsätzen, allein in der Nacht von Freitag auf Samstag mussten die Kärntner Feuerwehren 150 mal ausrücken.

Während des Samstags soll sich das Wetter ein wenig beruhigen, jedoch sind die Prognosen für Sonntag weniger erfreulich, es sind erneut Niederschläge vorhergesagt.

 

Bericht: LAWZ Kärnten – Hans Jörg Rossbacher
Grafiken:
Niederschlag, Quelle Hydrografischer Dienst Land Kärnten Stand 16.11.2019
Einsatzsituation seit Beginn der Niederschläge Quelle: Feuerwehr.Einsatz.or.at