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Staatsmeisterschaften der Feuerwehrjugend und Kärnten zeigte auf!

Erstmalig in der Bundeshauptstadt

Zum ersten Mal wird ein Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerb in der österreichischen Bundeshauptstadt ausgetragen. Die besten Bewerbsgruppen aus allen neun Bundesländern sowie aus Südtirol messen sich nach monatelangem Training bei einem spannenden Bewerb.

Das letzte Augustwochenende steht alle zwei Jahre traditionell ganz im Zeichen der Feuerwehrjugendbewerbe auf Bundesebene. Insgesamt 52 Gruppen (Burschen/Gemischte Gruppen und Mädchengruppen aus Österreich sowie zwei Gruppen aus Südtirol) qualifizierten sich bei den jeweiligen Landesbewerben für die Bundesbewerbe.

Das Bundesland Kärnten wurde von den Jugendbewerbsgruppen aus Hermagor, Irschen, Schwabegg, Vassach-Möltschach und Wolfsberg vertreten.

Langes und sehr hartes Training ist erforderlich, um so weit zu kommen und das Bundesland bei den Staatsmeisterschaften zu vertreten. Jeder Handgriff muss sitzen, jede Bewegung ist genau einstudiert, um erstens keine Fehler zu machen und zweitens eine Spitzenzeit hinzulegen.

Neben Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer sind Teamfähigkeit sowie mentale Stärke für ein herausragendes Ergebnis ausschlaggebend und führen zu Topergebnissen.

Die Delegation aus Kärnten wurde angeführt vom Delegationsleiter BI Franz Pfaffenberger, welcher unsere Jugendgruppen bei diesem Bewerb betreut hat. Der Bewerterblock aus Kärnten setzte sich aus ABI Heinz Lackner, OBI Alfred Golob, OBI Arnold Dular, BI Jörg Kapelarie und BI Guido Mogy zusammen.

 

Der Bewerb ist eröffnet

Zahlreiche Ehrengäste waren ins Stadion des FC Stadlau gekommen, um den Jugendlichen ihre Anerkennung und Respekt entgegenzubringen. Der just zu Beginn einsetzende Regen erforderte eine kurzfristige Änderung des geplanten Ablaufes: Anstatt des Einmarsches nahmen die Jugendlichen und Bewerter auf der Tribüne gemeinsam mit den angereisten Fans und Schlachtenbummlern Platz.

Staatssekretärin Mag. Karoline Edtstadler aus dem Bundesministerium für Inneres betonte in ihren Grußworten die große Bedeutung des Feuerwehrnachwuchses für die Sicherheit Österreichs und wünschte allen Jugendlichen erfolgreiche Wettbewerbe in der Bundeshauptstadt.

Auch der Abgeordnete zum Wiener Landtag und Vizepräsident der Helfer Wiens, Landesfeuerwehrrat Prof. Harald Kopietz, bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr und besonders für die wertvolle Jugendarbeit.

Der österreichische Gemeindebundpräsident LTAbg. Bgm. KoR Mag. Alfred Riedl sowie Feuerwehrpräsident Albert Kern mit dem gesamten Präsidium des ÖBFV, waren bei der Eröffnungsfeier des 22. Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerbes anwesend.

Aus Kärnten waren zur Eröffnung des 22. BFJLB LBD Ing. Rudolf Robin, Landesjugendbeauftragte BR d. ÖBFV Claudia Sticker und der Bezirksfeuerwehrkommandant aus Wolfsberg OBR Wolfgang Weißhaupt angereist.

 

 

Achtfach Sieg für Oberöstereich

Oberösterreich stellte mit den Plätzen 1 bis 7 einmal mehr seine Vormachtstellung innerhalb des österreichischen Feuerwehrjugendbewerbswesens unter Beweis. Zum Bundeschampion 2018 kürte sich (wie auch bereits 2016) der amtierende Weltmeister, die Jugendgruppe Bad Mühllacken. Die Zeit von 43,28 sec. beim Hindernislauf und 65,09 sec. beim Staffellauf (jeweils 0 Fehlerpunkte) führte zum Bundessieg.

Platz 2 belegte der amtierende Vizeweltmeister FJ St. Martin im Mühlkreis (44,01 sec./0 FP/64,51 sec./0 FP). Den dritten Platz eroberte die Gruppe Waldneukirchen (47,69 sec./0/64,36/0). FJ Guggenberg (4), FJ Leonstein (5), FJ Hinterberg (6) und FJ Allerheiligen/Lebing auf Platz 7 komplettieren das hervorragende Ergebnis für den oberösterreichischen Feuerwehrnachwuchs.

Dahinter platzierten sich auf den Plätzen 8 und 9 die FJ Hollenthon (NÖ), FJ Lamprechtshausen (Salzburg). Mit dem 10. Platz wurde von unserer Jugendgruppe Schwabegg eine scheinbare langjährige Hürde endlich überwunden. Aber auch die weiteren Kärntner Gruppen Wolfsberg, Hermagor und Vassach-Möltschach brachten hervorragende Leistungen auf die Bahn und platzierten sich im Mittelfeld.

 

Vize-Staatsmeister für Kärnten

Bei den Mädchengruppen ging der Sieg ebenfalls nach Oberösterreich. „Mitteregg/Haagen/Sand“ war vor „Irschen“ (Kärnten) und „St. Martin bei Lofer“ (Salzburg) erfolgreich.

Unsere Irschner Mädels starten als erste Mädchengruppe in den Bewerb und liefen auf der Hindernisbahn eine fehlerfreie Zeit von 56,50. Sie legten die Latte für die nachfolgenden Mädchengruppen sehr hoch und führten bis zur letzten Gruppe den amtierenden Vizeweltmeister aus Oberösterreich das Feld an.

 

 

 

Schlussfeier am Rathausplatz

Der Marsch der 520 Jugendlichen, der Delegationsleiter und Bewerter vom Heldenplatz über den Ring zur feierlichen Siegerverkündung am Rathausplatz führte mit einer Löschbereitschaft der Berufsfeuerwehr Wien sowie mit Flughafenfeuerwehrfahrzeugen an den anwesenden Ehrengästen, allen voran Wiens Landeshauptmann und Bürgermeister Dr. Michael Ludwig und Landesrat Elmar Podgorschek aus Oberösterreich sowie an den Präsidialmitgliedern des ÖBFV, neben Feuerwehrpräsident Albert Kern die Vizepräsidenten und Landesfeuerwehrkommandanten, vorbei. Vor der herrlichen Kulisse des Wiener Sommerkinos, dessen Infrastruktur Dank der Stadt Wien Marketing für diese Feier genutzt werden konnte, und hunderten Schlachtenbummlern wurden die Siegergruppen verkündet sowie die Urkunden und Preise überreicht.

„Die Zukunft der österreichischen Feuerwehren liegt in Euren Händen. Ihr seid Vorbilder einer nächsten Generation, die sich nicht nur um sich selbst, sondern auch um Andere bemüht. Wenn ich Euch hier am ehrwürdigen Wiener Rathausplatz sehe, dann mache ich mir keine Sorgen um die Zukunft. Ihr Burschen und Mädchen seid die beste Werbung für unsere Einsatzorganisation. Tragt den Gedanken unserer Feuerwehr weiterhin im Herzen, im Kopf, in Euren Händen und auf der Zunge. Viele Kinder sollen eurem Beispiel folgen, um das österreichische Feuerwehrwesen für alle Zeit zu sichern. Danke für euer aller Engagement und Danke Wien für die Gastfreundschaft“, so Feuerwehrpräsident Kern in seiner Ansprache.

 

 

„Urleiwandes“ Wien

Das Organisationsteam des Landesfeuerwehrverbandes Wien hat in zweijähriger Vorbereitung eine unvergessliche und einmalige Veranstaltung auf die Beine gestellt.

Neben dem Bewerb wurde auch ein umfangreiches Rahmenprogramm organisiert. So hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Sehenswürdigkeiten der Stadt Wien mit den kostenlos zu nutzenden öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen, zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Wiener Hilfs- und Einsatzorganisationen kennenzulernen und am Ferienspiel der Stadt Wien teilzunehmen.

Das Stadion des FC Stadlau im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt stellte perfekte Bewerbsbedingungen zur Verfügung, die Wiener Linien unterstützten diese Veranstaltung mit einer Gratis-Öffis-Nutzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch die Stadt Wien unterstützte diese 22. Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerbe maßgeblich. So konnten beispielsweise die Jugendlichen in verschiedenen Volksschulen untergebracht werden. Zahlreiche namhafte Großsponsoren, allen voran die Wiener Städtische Versicherung und der Energiekonzern Lukoil, sorgten zusätzlich für die finanzielle Unterstützung dieses Großprojektes.

 

Der Kärntner Landesfeuerwehrverband und die Kärntner Feuerwehren sind stolz auf unseren Feuerwehrnachwuchs und gratulieren allen Teilnehmern herzlichst zu den Erfolgen.

 

 

Der nächste Bundesfeuerwehrjugendleistungsbewerb findet übrigens im Jahr 2020 in Traiskirchen in Niederösterreich statt.

 

Hier geht’s zur Ergebnisliste

Weitere Bilder von der Bundesmeisterschaft gibts hier

 
Text: BR Andreas Rieger - ÖBFV / BI Martin Sticker - ÖA KLFV
Bilder: Presseteam ÖBFV - Hermann Kollinger / Franz Fink / Richard Berger / Martin Sticker