Aufgabenbereich

Rechtliche Grundlage K-FWG 2021

Die Organisation und Aufgaben der Brandverhütungsstelle sind im Kärntner Feuerwehrgesetz K-FWG 2021 geregelt. 

Brandverhütungsstelle

§ 53
Organisation und Aufgaben

  1. Die Brandverhütungsstelle ist eine Anstalt des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes zur Wahrnehmung der Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes.
  2. Die Brandverhütungsstelle hat insbesondere folgende Aufgaben:
  • 1. die Beistellung von Sachverständigen für den vorbeugenden Brandschutz und für die Ermittlung von Brand- und Explosionsursachen;
  • 2. die Beistellung von Sachverständigen für den vorbeugenden Brandschutz, die den Landes- und Gemeindebehörden – ausgenommen für Verfahren nach § 24 der Kärntner Bauordnung 1996 – zur Verfügung stehen;
  • 3. die Information der Öffentlichkeit über den vorbeugenden Brandschutz und den vorbeugenden Katastrophenschutz in Bezug auf Elementarereignisse;
  • 4. Schulung und Information von Personen, die mit Aufgaben der Brandverhütung und den Aufgaben gemäß Z 1 befasst sind;
  • 5. Durchführung und Förderung von Prüfungen und Versuchen auf dem Gebiet der Brandverhütung und den Aufgaben gemäß Z 1;
  • 6. die fachliche Mitwirkung bei der Erlassung von Vorschriften des Landes und der Gemeinden in den Bereichen vorbeugender Brandschutz und Feuerpolizei;
  • 7. die Mitwirkung bei der Erarbeitung von Normen und Regelwerken auf den Gebieten der Aufgaben gemäß Z 1;
  • 8. die Führung einer Brandschadensstatistik für Kärnten.

Sachverständigendienst

Die Brandverhütungsstelle darf durch vielseitige Aufgaben für die FeuerwehrkameradInnen und die Kärntner Bevölkerung tätig werden. Die Beistellung von Sachverständigen für den vorbeugenden Brandschutz bei Behördenverfahren ist eine der primären Aufgaben. Bei diesen Behördenverfahren - in der Regel handelt es sich hierbei um bau- und gewerberechtliche Bewilligungsverfahren – werden die Antragsteller aktiv bei der Einhaltung der gesetzlichen Grundlagen unterstützt.

Den Fachplanern steht die Brandverhütungsstelle bereits bei der Erstellung der Einreichunterlagen ratgebend zur Verfügung. Durch diese Sachverständigentätigkeit kann der erforderliche Brandschutz frühzeitig im Zuge der Planungsphase berücksichtigt werden.

Brandursachen Ermittlung

Weiters wird nach Aufforderung des Landeskriminalamtes oder der Staatsanwaltschaft die Brand- und Explosionsursachenermittlung durchgeführt. Durch die Feststellung der Brandursache können Brände bzw. deren auslösende Ursachen zukünftig reduziert werden. Die Rückschlüsse aus den Ermittlungen wirken auch bei der Mitarbeit von gesetzlichen Vorschriften und Regelwerken und der Durchführung von Versuchungen/Prüfungen ein.

 

Als Teilbereich der Brand- und Explosionsursachenermittlung wird die Brandschadensstatistik für Kärnten geführt. In dieser wird das Brand- und Schadensausmaß statistisch erfasst und ausgewertet.

Prävention der Kärntner Bevölkerung

Neben der Sachverständigentätigkeit ist die Information der Bevölkerung über den vorbeugenden Brandschutz eine zentrale Aufgabe der Brandverhütungsstelle. Denn in Kärnten sind allein im Jahre 2019 Gebäude und Anlagen im Wert von ca. 16 Mio. Euro durch Brandereignisse vernichtet worden.

Durch Schulungen der Organe des betrieblichen Brandschutzes wird deren Multiplikatorwirkung genutzt, um den Präventionsgedanken in das Land hinauszutragen.

Ein Teilbereich der Präventionsarbeit ist auch der vorbeugende Katastrophenschutz in Bezug auf Elementarereignisse.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit innerhalb der Abteilungen des Landesfeuerwehrverbandes wird der Landesfeuerwehrverband - und somit jedes Feuerwehrmitglied - durch unsere Tätigkeiten, Erkenntnisse und Expertisen profitieren.

Mitarbeit bei der Erstellung von Regelwerken

Die Mitarbeiter der Brandverhütungsstelle sind auch in den verschiedensten Gremien tätig und arbeiten wesentlich bei der Erstellung von Normen und Richtlinien zum Vorbeugenden Brandschutz mit.

Elementarereignisse

Weiterer Baustein der Tätigkeit ist die Mitwirkung bzw. Information der  Bevölkerung zum Thema vorbeugender Katastrophenschutz und Elementarereignisse.

Diesbezüglich kann die Brandverütungsstelle Kärnten auf die Information des Bundesminsiterium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus verweisen. Die Bürger haben die Möglichkeit sich über das gesamte Bundesgebiet bzw. besondere Risikogebiete zu informieren.

Nähere Informationen finden Sie unter eHORA Natural Hazard Overview & Risk Assessment Austria