
Auf dieser Seite finden man alle wichtigen Informationen rund um unsere Weiterbildung 2025 zum Thema "Gemeinsam gegen Gewalt: Wissen vertiefen - Handeln stärken" übersichtlich gebündelt. Von den Fachvorträgen über allgemeinen Informationen bis hin zu Präventionsaktivitäten die euch in eurer Arbeit unterstützen sollen.

Formen der Gewalt
⇒ Gewalt an Kindern - Information, Prävention, Hilfe (Broschüre KiJA)
⇒ Anti Mobbingfibel (Broschüre KiJA)
⇒ Sexueller Kindesmissbrauch - Erkennen, Verstehen, Vorbeugen (Broschüre KiJA)
Reagieren im Ernstfall
..... im mache mir Sorgen um ein Kind.
..... ein Kind hat sich verändert.
..... ein Kind teilt sich mir mit.
- Die Vertrauensbeziehung zum Kind nutzen.
- Dem Kind ruhig gegenüber treten (keine Überreaktionen, keine Empörungen)
- Dem Kind ein Gefühl von Sicherheit geben.
- Dem Kind die Bereitschaft zum Zuhören vermitteln (das Kind entscheidet, in welchem Ausmaß es sich mitteilen möchte).
- Die Situation so genau wie möglich schildern lassen (genau hinhören, genau hinsehen)
- Die Aussagen des Kindes ernst nehmen - dem Kind Glauben schenken.
- Nur Dinge versprechen, die man auch einhalten kann. (Keine Geheimhaltung versprechen!)
- Dem Kind erklären, dass es keine Schuld an der Gewalt Erwachsener trägt (falls das Kind Gewalt erlebt oder miterlebt hat.)
- Dem Kind (seinem Alter angemessen) die nächsten notwendigen Schritte erklären.
KONFLIKTBEWÄLTIGUNG
Phasen der Konfliktbewältigung - KULT Modell
K - Klärten der Situation
Worum geht es grundsätzlich in dem Konflikt? Welche Konfliktparteien gibt es und welche Positionen?
U - Ursachen erforschen
Dieses Phase ist wichtig, damit nicht nur oberflächliche Symptome behandelt werden, obwohl der eigentliche Konflikt viel tiefer liegt.
L - Lösung suchen
Die Konfliktparteien sammeln Lösungsansätze. Am Ende sollte ein konkreter Plan stehen, welche Schritte von wem unternommen werden sollen.
T - Transfer in die Praxis
Erst wenn alle Schritte umgesetzt wurden - wenn der Transfer in die Praxis gelingt - gilt der Konflikt als gelöst.
Rechtlicher Hintergrund
In Österreich ist der Schutz von Kindern vor Gewalt in mehreren gesetzlichen Grundlagen zu finden:
UN-Kinderrechtskonvention (UN-KRK)
Der UN-KRK besagt, dass Kinder vor körperlicher, psychischer und sexualisierender Gewalt, sowie vor Vernachlässigung und Ausbeutung geschützt werden müssen. Seit 1992 ist dieses Kinderrecht, neben allen anderen Rechten der Konvention, in Österreich in Kraft.
Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)
Seit 1989 gilt mit dem § 137 ABGB ein gesetzlich verankertes Gewaltverbot, welches sowohl körperliche als auch psychische Gewalt in der Erziehung verbietet. Zentral, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen geht, ist die Definition des Kindeswohls im § 138 ABGB geregelt.
Bundesverfassungsgesetz
Seit 2011 gibt es zusätzlich auch im Bundesverfassungsgesetz über die Rechte von Kindern (Artikel 5 BVGKR) eine entsprechende Bestimmung.
⇒ Was man über Kinderrechte wissen sollte. (Broschüre KiJA)
⇒ Kinderrechte Postkarten (KiJA)
⇒ Jugendcheckliste (KiJA)
Alltagsprävention
Internetseiten

In der Feuerwehr spielt Teamarbeit eine zentrale Rolle – denn bei der Feuerwehr geht es nur gemeinsam. Ob bei Übungen, Bewerben oder im späteren Einsatz: Eine Gruppe funktioniert dann am besten, wenn gute Kommunikation, gegenseitiger Respekt und Vertrauen selbstverständlich sind.
Damit dieses Miteinander gelingt, braucht es nicht nur Teamgeist, sondern auch ein Bewusstsein dafür, wie man Konflikte friedlich löst und einander unterstützt. Gewaltprävention bedeutet, achtsam miteinander umzugehen, Grenzen zu respektieren und Spannungen frühzeitig anzusprechen, bevor sie zu echten Problemen werden.
Abwechslungsreiche Übungen und Teambuilding-Spiele helfen dabei, genau diese Fähigkeiten zu stärken. Sie fördern Zusammenarbeit, Kommunikation, Fairness und ein respektvolles Verhalten innerhalb der Gruppe. Die Regeln sind leicht erklärt, und nach einer kurzen Einführung kann eure Feuerwehrjugend den Herausforderungen gemeinsam begegnen, Konflikte konstruktiv lösen und als Team weiter zusammenwachsen.
Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg beim Teambuilding und bei der Stärkung eines respektvollen, gewaltfreien Miteinanders in der Feuerwehrjugend!

1. RETTUNGSDECKE WENDEN!
Materialien: Rettungsdecke
Spielanleitung:
Die Spielerr versammeln sich gemeinsam um eine große Rettungsdecke, die auf dem Boden ausgebreitet liegt. Auf ein Startsignal steigen alle vorsichtig auf die Decke und positionieren sich so, dass sie genügend Platz haben, aber gleichzeitig eng genug beieinanderstehen, um die Kontrolle über die Decke zu behalten. Ziel der Aufgabe ist es, die Decke vollständig zu wenden, sodass die Unterseite nach oben zeigt, ohne dass jemand die Decke verlässt. Dabei müssen alle Teilnehmenden ihre Bewegungen aufeinander abstimmen, sich gegenseitig unterstützen und darauf achten, dass die Spannung auf der Decke gleichmäßig bleibt. Nach dem Wenden soll die Decke wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht werden, wiederum ohne dass jemand danebentritt. Tritt eine Person auf den Boden, muss das Team von vorne beginnen. Gewonnen hat das Team, das die Aufgabe am schnellsten und mit der besten Abstimmung bewältigt.
Ziel: Teamwort, Koordination, Strategie

2. KNOTEN IM SCHLAUCH!
Materialien: keine
Spielanleitung:
Die Spielerinnen und Spieler stellen sich in einem Kreis auf und schließen ihre Augen. Anschließend strecken alle die Hände zur Kreismitte und greifen nach zwei verschiedenen fremden Hände, pro Hand darf nur genau eine andere Hand gehalten werden, sonst lässt sich der Knoten später nicht entwirren. Wenn alle eine Handverbindung gefunden haben, öffnen die Teilnehmenden ihre Augen. Nun beginnt die eigentliche Aufgabe: Der entstandene „Menschenknoten“ muss gelöst werden, ohne dass auch nur ein Händepaar losgelassen wird. Dafür steigen die Spieler vorsichtig über und unter den Armen hindurch, drehen sich, beugen sich und versuchen gemeinsam herauszufinden, wie der Knoten entwirrt werden kann. Zusammenarbeit und klare Absprachen sind dabei entscheidend. Ziel ist es, sich am Ende wieder in einem geordneten Kreis wiederzufinden der zeigt, dass der Knoten gelöst wurde.
Ziel: Teamwork, Problemlösekompetenz

3. EISALARM!
Materialien: großes Stück Papier
Spielanleitung:
Die Spieler befinden sich auf einer „Eisplatte“ – dargestellt durch Packpapier. Diese Eisfläche ist instabil und beginnt langsam zu schmelzen. Eine Person übernimmt die Rolle des „schmelzenden Wassers“ und entfernt nach und nach kleine Stücke der Eisplatte. Die Gruppe muss sich fortlaufend neu anordnen, enger zusammenrücken und darauf achten, dass alle Teilnehmer weiterhin auf der verbleibenden Fläche Platz finden. Dabei sind Absprachen, Rücksichtnahme und gute Zusammenarbeit gefragt.
Wird es einem Mitglied zu eng oder scheint die Gruppe die Fläche nicht weiter verkleinern zu können, darf laut „Land in Sicht!“ gerufen werden. Damit endet die Runde, und die gesamte Spielteilnehmer können die sichere Landfläche betreten und sich kurz entspannen. Bei mehreren Durchgängen kann die Gruppe gemeinsam Strategien entwickeln, wie sie sich geschickt positioniert, um auch auf einer sehr kleinen Fläche stabil und sicher zusammenzubleiben. So entsteht mit jeder Runde ein besseres Gefühl für Teamarbeit, Zusammenhalt und vorausschauendes Handeln.
Ziel: Verantwortungsübernahme, Teamwork

4. SCHLAUCHBATTLE!
Material: Druckschlauch
Spielanleitung:
Die Spieler werden in zwei Teams aufgeteilt und greifen jeweils die Enden des Feuerwehrschlauchs. Auf ein Startsignal hin beginnt das Ziehen: Jedes Team versucht, den Schlauch auf seine Seite zu ziehen. Dabei kommt es nicht nur auf reine Kraft an, sondern auch auf Teamarbeit, Abstimmung und Taktik. Die Teilnehmenden müssen sich absprechen, synchron ziehen und das Gleichgewicht halten, damit das Team nicht ins Stolpern gerät oder der Schlauch aus den Händen rutscht. Der Schlauch darf dabei nur mit beiden Händen gehalten werden und darf nicht losgelassen werden. Füße bleiben auf dem Boden, und Ruckeln oder Springen zur Kraftverstärkung ist nicht erlaubt. Das Spiel endet, sobald das andere Team über eine vorher festgelegte Linie gezogen wurde.
Ziel: Teamwork, Kommunikation, Strategie

5. WASSER MARSCH!
Material: Pappröhren, Murmel (oder kleiner Ball)
Spielanleitung:
Die Spieler bilden eine Menschenkette. Jede Person hält ein Pappröhrenstück so, dass gemeinsam eine durchgehende „Schlauchleitung“ entsteht, durch die der „Wassertropfen“ (die Murmel) rollen kann.
Ziel ist es, die Murmel vom Startpunkt aus möglichst weit zu transportieren, ohne dass sie den Boden berührt. Die Murmel wird am Start eingelegt und rollt durch die von den Teilnehmern gehaltenen Rinnen. Sobald die Murmel ein Rinnenstück passiert hat, läuft der betreffende Spieler rasch ans Ende der Menschenkette, um die Leitung zu verlängern und den Transport weiterzuführen.
Sobald der Wassertropfen schließlich den Boden berührt, wird die erreichte Entfernung gemessen. Bei mehreren Gruppen gewinnt jene, die die Murmel am weitesten befördern kann.
Ziel: Teamwork, Geschicklichkeit, Schnelligkeit

6. SICHERE EINSATZFÜHRUNG!
Material: Augenbinde, Kleingeräte
Spielanleitung:
Zunächst wird ein Start- und ein Zielpunkt für den Parcours festgelegt. Ein Spieler bekommt die Augenbinde angelegt und übernimmt die Rolle des Blinden, während ein Partner die Aufgabe hat, ihn ausschließlich verbal durch den Hindernisparcours zu leiten. Dabei darf der sehende Spieler den blinden Spieler nicht berühren, sondern nur Anweisungen geben, wohin er gehen soll. Feuerwehrgeräte (zB Schläuche, Kupplungen, etc...) können im Parcours verteilt werden, um zusätzliche Herausforderungen einzubauen. Die Schwierigkeitsstufe kann erhöht werden, indem mehrere blinde Spieler gleichzeitig durch den Parcours gelotst werden, sodass mehrere Teams gleichzeitig ihre Koordination und Kommunikation unter Beweis stellen können.
Ziel: Vertrauen, Kommunikation




