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Brand Wohnhaus in Unterrainz, St. Georgen

Um 05:44 Uhr wurden die Feuerwehren St. Georgen, St. Paul, Maria Rojach, Ettendorf, Gemmersdorf und Wolfsberg zu einem Wohnhausbrand nach Unterrainz in der Gemeinde St. Georgen alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Obergeschoss des landwirtschaftlichen Wohngebäudes bereits in Vollbrand. Aufgrund der bestehenden Einsturzgefahr des Daches musste die Brandbekämpfung zunächst von außen durchgeführt werden. Dabei kam unter anderem die TM37 der Feuerwehr Wolfsberg zum Einsatz.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Da die Wasserentnahme aus den naheliegenden Hydranten die Wasserversorgung der umliegenden Liegenschaften beeinträchtigt hätte, erfolgte die Wasserversorgung unter anderem über die Rüsthäuser in St. Georgen und St. Paul sowie durch die Entnahme von Löschwasser aus einem Schwimmbecken, das in weiterer Folge als Pufferbecken verwendet wurde.

Um 06:19 Uhr wurde die Feuerwehr Lavamünd mit TLFA 4000 und RLFA 2000 zur Unterstützung beim Pendelverkehr und zur Sicherstellung der Wasserversorgung nachalarmiert.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden aufgrund des erhöhten Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern die Feuerwehren Hart, Eitweg und Granitztal nachalarmiert.

Die Feuerwehr St. Andrä rückte mit dem MZFA und einem Notstromaggregat an, um die notwendige Stromversorgung der landwirtschaftlichen Betriebe sicherzustellen.

Personen befanden sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte keine mehr im Gebäude. Eine Person wurde zur weiteren medizinischen Versorgung in das LKH Wolfsberg gebracht.

Eine zusätzliche Herausforderung stellte die Versorgung der angrenzenden landwirtschaftlichen Betriebe dar. Mit dem Notstromaggregat wurde die Stromversorgung eines Geflügelstalls mit rund 20.000 Hühnern sowie eines weiteren Stalls mit rund 400 Schweinen sichergestellt. Dadurch konnte insbesondere die notwendige Luftversorgung im Geflügelstall aufrechterhalten werden.

Gegen 07:00 Uhr konnte der Brand soweit eingedämmt werden, dass die Atemschutztrupps unter entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen mit dem Innenangriff beginnen und zur weiteren Brandbekämpfung vorrücken konnten.

Lösch-, Sicherungs- und Nachkontrollarbeiten auf mögliche Glutnester dauerten noch bis 15:30 Uhr an, ehe „Brand aus“ gegeben werden konnte.

Am Abend wurde nochmals Brandwache gehalten.

Im Einsatz standen rund 120 Kameradinnen und Kameraden.

Bericht: BI Ing. Markus Schauer
Bildautor: BFKdo Wolfsberg