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Brandverhütungsstelle veröffentlicht Brandschadenstatistik 2024

Die Datengrundlagen zur Brandschadenstatistik werden einerseits vom Versicherungsverband Österreich (VVO) und andererseits von den Ermittlungsdaten der Polizei erhoben.

Anzahl Schadenfälle rückläufig – wesentlich höhere Schadenssumme

Die Datengrundlagen zur Brandschadenstatistik werden einerseits vom Versicherungsverband Österreich (VVO) und andererseits von den Ermittlungsdaten der Polizei erhoben. Nach Auswertung der Datengrundlagen ist anzumerken, dass die Anzahl der Brandfälle zum Vergleichsjahr 2023 mit 922 auf 637 Fälle im Jahr 2024 verringert. 2024 ergab eine Gesamtschadenssumme von rund EUR 30,8 Mio. (Vergleichsjahr 2023 rund EUR 40,0 Mio.), wobei mit rund 17,1 Mio. Euro die Risikogruppe Gewerbe heraussticht. Wie schon im letzten Jahr, war auch 2024 der „zivile Bereich“ jene Gruppe, in welcher die höchste Anzahl an Brandfällen zu verzeichnen war.

 

Größte Brandschadenssummen durch elektrische Energie sowie offenes Licht und Feuer

Betrachtet man die beiden Zündquellen elektrische Energie und offenes Licht, Feuer sind durch diese Brandursachen 24,7 Mio. Euro Schaden in Kärnten entstanden. Bei der Anzahl der eindeutig zuordenbaren Brandursachen ist der direkte „Blitzschlag“ im Jahr 2024 mit 262 Fällen am häufigsten zu zählen. Vor allem im „zivilen Bereich“ als auch in der „Landwirtschaft“ waren hier die meisten Schadensfälle durch atmosphärische Entladungen zu vermerken. Schäden durch indirekte Blitzschläge, durch direkte Blitzschläge ohne Brandfolge und durch Überspannungen werden in dieser Statistik nicht erfasst.

 

Größter Einzelschaden 2024

Am 27.9.2024 ereignete sich in der Stadt Wolfsberg ein Großbrand, welcher das größte Brandschadenereignis in diesem Jahr darstellt. Es handelte sich um eine mehrfach genutzte Halle mit einer Brandschadenssumme von rund € 15 Mio. Durch die Lageeinschätzung zum Zeitpunkt der Entdeckung wurde für die Erstalarmierung „B3“ Brand Zwischendecke/Wand ausgerufen. Aufgrund der Durchzündung (Flashover) des gesamten Gebäudes (ca. 10.000 m²) wurde die Alarmstufe auf „B5“ erhöht (Quelle: feuerwehr-wolfsberg.at). Als Zündquelle konnte in Abwägung der Wahrscheinlichkeiten elektrische Energie durch die Kriminaltechnik Wien, begleitet durch die Brandgruppe des Landeskriminalamtes und die Brandverhütungsstelle Kärnten, ermittelt werden.

Hier finden Sie die Brandschadenstatistik 2024