„KATEX26“ der F-KAT Bereitschaft 4- Feldkirchen/St. Veit
Hüttenberg stand kürzlich ganz im Zeichen einer groß angelegten Katastrophenschutzübung: Unter dem Namen „KATEX26“ stellten sich insgesamt knapp 200 Kameradinnen und Kameraden der F-KAT-Bereitschaft 4 Feldkirchen/St. Veit einem herausfordernden Szenario. Die Bewältigung eines schweren Erdbebens galt es zu beüben – mit all seinen komplexen und gefährlichen Folgen. Insgesamt waren knapp 200 Kameradinnen und Kameraden an der Übung beteiligt.
Die Übung war in vier realitätsnahe Szenarien gegliedert, die den Einsatzkräften sowohl fachliches Können als auch Improvisationstalent abverlangten.
So wurden die Einsatzkräfte zunächst mit einem Felssturz konfrontiert. Eine beschädigte Mauer drohte nachzugeben – darunter befanden sich die Personen die die Feuerwehr bergen musste. Mit viel Feingefühl wurde die Mauer gesichert, um eine sichere Bergung zu ermöglichen. Präzises Arbeiten und abgestimmte Teamarbeit waren hier entscheidend.
Nicht weniger herausfordernd war der Bau einer Holzbrücke. Nach dem angenommenen Erdbeben war eine wichtige Verbindung unterbrochen. Schritt für Schritt entstand aus der alten teils morschen und eingestürzten Brücke eine stabile Lösung. Ziel war es, eine zerstörte Verbindung rasch zu ersetzen, um Einsatzkräfte und Material sicher über ein Hindernis zu bringen.
Ein Szenario behandelte ein stark in Mitleidenschaft gezogenes Gebäude das akut einsturzgefährdet war. Hier bewiesen die Florianis nicht nur ihr handwerkliches Können, sondern auch Kreativität: Mit Holz und durchdachten Konstruktionen wurde das Gebäude „gepölzt“ und so vor dem Kollaps bewahrt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf einem Stolleneinbruch. Der Zugang war verschüttet und unsicher – ein Vordringen zunächst unmöglich. Erst durch gezielte Stützmaßnahmen konnte ein sicherer Zugang geschaffen werden. Eine Aufgabe, die Geduld, Präzision und Vertrauen in die eigene Arbeit erforderte.
Übungsleiter und Kommandant der F-KAT-Bereitschaft 4, HBI Raffael Kalt zog am Ende des Tages eine positive Bilanz und blickte auf eine intensive und ereignisreiche Übung zurück. In seinen Worten spiegelte sich der intensive Verlauf der Übung wider – aber auch der Stolz auf die gezeigte Leistung.
Zahlreiche Ehrengäste verfolgten das Übungsgeschehen vor Ort, darunter LH-Stv. Martin Gruber der Stellvertretende Katastrophenschutzbeauftragter des Landes Kärnten Markus Jansche, LAbg. und Bürgermeister der Marktgemeinde Hüttenberg Josef Ofner, LAbg. Günther Leikam, Vizepräsident des ÖBFV und LFK Rudolf Robin, LFK- Stv. und BFK Friedrich Monai, BFK Feldkirchen Werner Puggl, Vorsitzender des UA-KAT-Hilfsdienst Libert Pekoll, ABI Thomas Fessl vom LFV Steiermark, BR Franz Socher aus dem Bezirk Klagenfurt-Stadt, die Bürgermeister der Gemeinden Klein St. Paul, Eberstein, Brückl und Deutsch-Griffen sowie zahlreiche weitere Feuerwehrkameradinnen aus ganz Kärnten.
„KATEX26“ hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel, die Ausbildung und die Erfahrung im Ernstfall sind. Denn wenn es darauf ankommt, zählt jede Hand – und jeder Handgriff.
Abschließend möchten wir uns auch herzlich für das Verständnis der Bevölkerung vor Ort bedanken. Durch das erhöhte Aufkommen an Einsatzkräften kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen. In einigen Bereichen mussten Fahrzeuge angehalten oder umgeleitet werden, da Feuerwehrfahrzeuge die teils engen Straßen für die Übung in Anspruch nahmen. Wir danken allen Anrainerinnen und Anrainern für ihre Geduld und ihr Entgegenkommen.
#EsseQuamVideri
Text: Uhr D. Fotos: ÖA@BFK07

































