Tätigkeitsbericht 2025
Tätigkeitsbericht 2025
Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Ing. Rudolf Robin blickt auf ein arbeitsintensives und erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Kärntner Feuerwehrorganisation umfasst insgesamt 426 Feuerwehren – darunter 396 freiwillige Feuerwehren, 29 Betriebsfeuerwehren und eine Berufsfeuerwehr.
In Summe zählen die Kärntner Feuerwehren 25.772 Mitglieder, davon mehr als 20.000 aktive Einsatzkräfte sowie über 2.000 Mitglieder der Feuerwehrjugend. Die erfolgreiche Jugendarbeit spiegelt sich in der kontinuierlich steigenden Zahl junger Feuerwehrmitglieder wider. Die Zukunft der Organisation scheint gesichert – die Freiwillige Feuerwehr wird auch weiterhin ein zentraler Bestandteil des Katastrophen- und Sicherheitswesens in Kärnten bleiben.
Die Einsatzzahlen 2025 haben sich rückläufig entwickelt. Grund dafür ist, dass Kärnten weitgehend von großflächigen Naturkatastrophen verschont geblieben ist. Dennoch ist die Einsatzbilanz beeindruckend:
17.170 Einsätze – davon 6.239 Brandeinsätze und 10.931 technische Hilfeleistungen
Besonders häufig mussten die Feuerwehren zu Verkehrsunfällen, Türöffnungen und Menschenrettungen ausrücken. Ebenso wurde bei Sturmschäden umfassend Hilfe geleistet. Im Vergleich zu den Vorjahren haben Einsätze im Zusammenhang mit alternativen Energieanlagen und Elektromobilität zugenommen (112 Einsätze).
In 205.141 Einsatzstunden konnten 1.093 Menschen gerettet und 1.558 Tiere geboren oder aus Notlagen befreit werden.
Als Grundlage für die Einsatzbereitschaft dient ein umfassendes Ausbildungsprogramm an der Landesfeuerwehrschule Kärnten. Sämtliche Lerninhalte wurden gemäß dem Motto ‚Aufbruch in neue Lernwelten‘ adaptiert und modernisiert. Neue Ausbildungsinhalte wie alternative Antriebstechnologien, Katastrophenschutzmanagement und moderne Einsatzführung wurden eingeführt.
Insgesamt nahmen 15.188 Feuerwehrmitglieder an Aus- und Weiterbildungen teil. Davon besuchten 6.350 Teilnehmer vor Ort einzelne Kurseinheiten. Zusätzlich wurden Webinare angeboten, an denen 7.796 Teilnehmer teilnahmen. Über 1.000 weitere Feuerwehrmitglieder wurden in den Bezirken ausgebildet.
Aktuell verwaltet der Kärntner Landesfeuerwehrverband ein Budget in Höhe von rund EUR 16,5 Millionen. Die finanziellen Mittel stammen aus der Feuerschutzsteuer, aus Katastrophenfondsmitteln sowie aus weiteren Förderungen. Hauptsächlich wurden damit Feuerwehrfahrzeuge der Gemeinden gefördert sowie Investitionen in den laufenden Betrieb, in Infrastruktur und in die Ausbildung getätigt.
Auch das kameradschaftliche und sportliche Miteinander kam 2025 nicht zu kurz. Bei der Landesmeisterschaft in der Marktgemeinde Treffen nahmen mehr als 1.100 aktive Feuerwehrmitglieder und rund 500 Jugendliche mit Leidenschaft und Herz teil.
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass die Kärntner Feuerwehren mit einem stetig wachsenden Einsatzspektrum konfrontiert sein werden. Eine solide Ausbildung, zeitgemäße Ausrüstung und vor allem starkes ehrenamtliches Engagement sind unverzichtbare Voraussetzungen für die öffentliche Sicherheit.
Feuerwehrreferent und Landesrat Daniel Fellner: „Wir dürfen nicht nur die Einsatzstunden unserer Feuerwehrmänner und -frauen in Kärnten sehen: In Summe sind es über 1,6 Millionen freiwillige Stunden, die von den Feuerwehrfrauen und -männern im vergangenen Jahr investiert wurden! Dieses unbezahlbare Engagement ist vor allem auch bei den zigtausenden Aus- und Weiterbildungsstunden sichtbar, genauso wie in der Betreuung der Feuerwehrjugend und dem Bewerbwesens. Dafür bin ich als Feuerwehrreferent zu Recht stolz und jedem einzelnen dankbar!
Landesfeuerwehrkommandant Ing. Rudolf Robin: „Auch wenn es nach der Einsatzstatistik kein aufregendes Jahr war, so zeigen die Zahlen der geretteten Menschenleben, Tiere und Sachgüter die Notwendigkeit unserer Feuerwehr. Grundlage dafür ist die ausgezeichnete Ausbildung an unserer Landesfeuerwehrschule und, dass wir die erforderliche Ausrüstung und Geräte haben. Da danke ich der Politik im Land Kärnten für die enorme Unterstützung besonders bei der neuen Einsatzbekleidung, den zusätzlichen Fahrzeugen und Geräten im Katastrophenschutz und der Realisierung des „Hauses der Sicherheit“ am Standort!“



