Zurück

Tragischer Absturz eines Ultraleichtflugzeuges

Tragischer Absturz eines Ultraleichtflugzeuges

Am 1. März 2026 gegen 11:30 Uhr kam es in der Gemeinde Lurnfeld in der Nähe der bekannten Landwirtschaftlichen Fachschule Litzlhof zu einem Absturz eines Ultraleichtflugzeugs.

Aus bislang unbekannter Ursache verlor das vom Flugplatz Lienz gestartete Flugzeug bei einem Überflug der Ortschaft Pusarnitz abrupt an Höhe und stürzte in eine Wiese. Augenzeugen, darunter auch Familienmitglieder des Verunglückten beobachteten den Absturz und alarmierten die Einsatzkräfte.

Für die Feuerwehren Lendorf, Pusarnitz, Hühnersberg und Möllbrücke war das Einsatzstichwort wohl eines der ungewöhnlichsten der letzten Jahre.  Beim Eintreffen waren Rettungskräfte und Polizei bereits vor Ort und es war schnell klar, dass es für den 60-Jährige Pilot aus dem Bezirk Spittal an der Drau leider keine Rettung mehr gab. Die stark rauchenden Trümmer mussten abgelöscht werden. Bevor die Betriebsmittel und das ausgetretene Treibstoff gebunden werden konnten, wurden die Einsatzkräfte vom Wrack aus Sicherheitsgründen angewiesen, Abstand zu halten. Es wurde angenommen, dass sich im Wrack noch eine intakte Kapsel mit geringer Menge explosionsgefährdetem Material befindet. Eine solche Kapsel sollte eigentlich in Notsituationen bei Kleinflugzeugen in der Luft einen Fallschirm auswerfen, mit dem das Flugzeug abgefangen werden könnte. Das Gelände wurde daher von der Feuerwehr weitläufig abgesperrt und ein Brandschutz vorgehalten, da das Vorhandensein von Treibstoff das Gefahrenpotential verschärfte. Eine Spezialeinheit der Polizei hat die Entschärfung vorgenommen. Danach begannen die intensiven Ermittlungen durch das LKA Kärnten und auch die Flugunfalluntersuchungskommission hat die Arbeit vor Ort aufgenommen. Die Betriebsmittel wurden gebunden. Die Bergung der Teile der Unfallmaschine wurde erst am folgenden Tag durchgeführt. Die besondere Tragik bei diesem Unfall war, dass der Pilot über seinem Wohnhaus kreisen und seine Familienmitglieder grüßen wollte. Unmittelbar danach kam es zu diesem tragischen Absturz.

Text: HBI Mag. Walter Egger
Bilder/Fotos: FF Lendorf