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Übung mit Einsatzorganisationen und Bundesforste Unteres Mölltal

Gleich zwei groß angelegte Einsatzübungen im Mölltal stellten in diesem Sommer eindrucksvoll unter Beweis, wie wichtig das perfekte Zusammenspiel aller Blaulichtorganisationen bei Einsätzen im alpinen Gelände ist.

Den Auftakt bildete die Großübung auf der Raggeralm auf rund 1.300 Metern Seehöhe, bei der Feuerwehren aus dem Oberen Mölltal gemeinsam mit der Bergrettung Fragant, der Polizei sowie der Fliegerischen Einsatzleitung ein komplexes Einsatzszenario bewältigten. Wenige Wochen später folgte eine weitere groß angelegte Übung auf der Mühldorfer Alm, an der Feuerwehren des Unteren Mölltales gemeinsam mit den Bergrettungen Kolbnitz sowie Spittal/Stockenboi teilnahmen.

Beiden Übungen lag dasselbe anspruchsvolle Einsatzszenario zugrunde: Nach einem schweren Fahrzeugabsturz im unwegsamen Gelände waren zwei Personen im Fahrzeug eingeklemmt. Durch den Aufprall entzündete sich die umliegende Vegetation, wodurch sich ein Waldbrand entwickelte. Während die Feuerwehren bereits mit der technischen Menschenrettung und der Brandbekämpfung beschäftigt waren, wurde zusätzlich ein schwerer Forstunfall mit einer eingeklemmten Person gemeldet.

Dadurch mussten die Einsatzleitungen mehrere Schadenslagen gleichzeitig koordinieren und unterschiedlichste Einsatzkräfte zielgerichtet einsetzen.

Im Mittelpunkt beider Übungen standen jedoch nicht nur die einzelnen Einsatzmaßnahmen, sondern vor allem die Zusammenarbeit aller Organisationen.

Gerade bei Großschadenslagen im Wald- und Gebirgsgebiet sind eine funktionierende Kommunikation, klar definierte Führungsstrukturen und gegenseitiges Vertrauen entscheidende Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz.

Die realitätsnah gestalteten Szenarien boten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, das Zusammenwirken unter nahezu realen Bedingungen zu trainieren und wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln.

Der hohe Ausbildungsstand, die professionelle Zusammenarbeit und das große Engagement aller Beteiligten trugen wesentlich zum Erfolg der beiden Übungstage bei.

Die beiden Großübungen haben eindrucksvoll gezeigt, dass regelmäßiges gemeinsames Training unverzichtbar ist.

Nur wenn alle Einsatzorganisationen ihre Abläufe laufend gemeinsam üben und weiterentwickeln, können komplexe Schadenslagen im alpinen Gelände rasch, sicher und professionell bewältigt werden.

Text/Bilder:
BI Trojer Andreas
Kdt. Stv. FF Flattach-Fragant
Orts- und Abschnittsöffentlichkeitsbeauftragter