Waldbrand im Lesachtal - "Brand aus"
Laufender Waldbrandeinsatz im Lesachtal - Erstinfo Freitag 24.04.2026 / 02:20 Uhr
Die Feuerwehren der Gemeinde Lesachtal sowie mehrere Feuerwehren aus dem oberen Gailtal und aus Osttirol stehen seit 23. April 2026, 21:21 Uhr, wegen eines Waldbrandes im Bereich Promeggen, östlich von Maria Luggau (Gemeinde Lesachtal, Bezirk Hermagor), im Löscheinsatz.
Der Brand habe sich aufgrund der vorherrschenden Trockenheit bis Mitternacht auf rund acht Hektar Waldfläche ausgebreitet, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger. Die Feuerwehren versuchten, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. „Wegen des alpinen Geländes und der Dunkelheit ist der Einsatz für die Feuerwehrleute aber sehr gefährlich“, so Guggenberger. Herausfordernd sei auch die Löschwasserversorgung. „Mit drei Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Außerdem musste eine Zubringerleitung von rund vier Kilometern Länge verlegt werden, um Löschwasser an die Brandstelle zu befördern“, erklärt Guggenberger.
Um Mitternacht standen zwölf Feuerwehren aus dem Lesachtal, dem oberen Gailtal und aus Osttirol im Einsatz. Ab den Morgenstunden werden die Löscharbeiten von zwei Hubschraubern unterstützt.
Fotos: FF Liesing, FF St.Jakob i. L; Matthias Warmuth
Zentrale und überregionale Unterstützung für die Einsatzkräfte - Update 25.04.2026 / 13:50 Uhr
Im Lesachtal stehen weiterhin zahlreiche Feuerwehren und Einsatzorganisationen im intensiven Löscheinsatz, um einen großflächigen Waldbrand einzudämmen. Zur gezielten Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte hat der Kärntner Landesfeuerwehrverband in den frühen Morgenstunden umfangreiches Spezialmaterial aus dem zentralen KAT‑Lager in Klagenfurt in das Einsatzgebiet transportieren lassen.
Der Kärntner Landesfeuerwehrverband hält dort zentral Material und spezielle Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung bereit. Dieses Equipment wurde rasch verladen und ins Lesachtal gebracht, um die Einsatzkräfte vor Ort bestmöglich bei der sicheren und effizienten Brandbekämpfung zu unterstützen.
Zum bereitgestellten Material zählen unter anderem:
- Persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Atem‑ und Filtermasken
- Sprinkleranlagen zur Brandbekämpfung und Riegelstellung
- Umfangreiches Schlauchmaterial für den flexiblen Einsatz im steilen Gelände
Mit dieser Maßnahme werden die eingesetzten Kräfte gezielt unterstützt, um die herausfordernde Einsatzlage effizient und sicher bewältigen zu können.
Überregionale Unterstützung aus anderen Bundesländern und Osttirol
Neben den umfangreichen Kräften aus Kärnten wird der Löscheinsatz auch durch überregionale Unterstützung maßgeblich verstärkt:
- Ein Waldbrandcontainer mit 3.000 Litern Löschwasser wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Kapfenberg (Steiermark) zur Verfügung gestellt.
- Die Berufsfeuerwehr Wien stellte einen Bambi Bucket mit 1.000 Litern Fassungsvermögen für den Hubschraubereinsatz bereit.
- Der Niederösterreichische Landesfeuerwehrverband unterstützte mit einem 3.000‑Liter‑Bambi‑Bucket sowie Wasserbehältern mit insgesamt 55.000 Litern Speichervolumen.
Auch aus dem unmittelbar angrenzenden Osttirol sind Kräfte im Einsatz:
Am 25. April 2026 beteiligen sich die Freiwilligen Feuerwehren Untertilliach, Obertilliach und Kartitsch aktiv an der Brandbekämpfung. Zusätzlich stehen vier Tanklöschfahrzeuge aus Osttirol – der FF Kartitsch, FF Sillian, FF Strassen und FF Abfalterbach – im Einsatz und sichern gemeinsam mit den Kärntner Kräften die notwendige Löschwasserversorgung.
Lage und Ausblick
Aktuell stehen insgesamt 33 Freiwillige Feuerwehren aus Kärnten und Osttirol mit rund 250 Feuerwehrfrauen und ‑männern sowie 23 Feuerwehr‑Flughelfern im Einsatz. Zusätzlich unterstützen Kräfte des Roten Kreuzes und der Polizei die Maßnahmen vor Ort. Der Löscheinsatz aus der Luft wird durch sieben Hubschrauber (4 × BMI, 3 × ÖBH) wirkungsvoll ergänzt.
Das Hauptaugenmerk der Einsatzleitung liegt weiterhin auf der Eindämmung des Brandes, um eine weitere Ausbreitung auf das umliegende Gelände zu verhindern.
Für morgen ist zur Entlastung der örtlichen Feuerwehren der Einsatz der F‑KAT‑Bereitschaft 2 (Spittal an der Drau) vorgesehen.
Der Kärntner Landesfeuerwehrverband bedankt sich bei allen eingesetzten Kräften und unterstützenden Organisationen – auch über die Landesgrenzen hinaus – für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Solidarität und ihre Kameradschaft.
Fotos: Florian Jost, FF Förolach, FF Kötschach-Mauthen, FF Liesing, Matthias Warmuth
Eine weitere Ausbreitung konnte verhindert werden – ein wichtiger Zwischenerfolg - Update 26.04.2026 / 10:00 Uhr
Seit Donnerstagabend (23. April, ca. 21:00 Uhr) steht das Lesachtal im Zeichen eines großflächigen Waldbrandes. Dank des unermüdlichen Einsatzes aller Kräfte konnte gestern (25.04.) eine weitere Ausbreitung verhindert werden – ein wichtiger Zwischenerfolg!
Lage & Ausmaß
Der Brand erstreckt sich aktuell über rund 110 Hektar zwischen dem Xaveriberg im Osten, Maria Luggau im Westen und der Samalm im Norden – in steilem, schwer zugänglichem alpinem Gelände.
Einsatzkräfte
Im Dauereinsatz stehen derzeit:
• 36 Feuerwehren
• 360 Feuerwehrleute (davon 60 F-KAT-B 2)
• 7 Hubschrauber (4 Polizei, 3 Bundesheer)
• Rotes Kreuz mit 5 Fahrzeugen und 6 Kräften
Heute vor Ort:
Landesfeuerwehrkommandant FVPräs Ing. Rudolf Robin und Landeshauptmann Ing. Daniel Fellner.
Besondere Herausforderungen
• Wechselnde und teils starke Winde
• Extreme Trockenheit
• Steiles, unwegsames Gelände
• Große Brandausdehnung
• Brennende, abrollende Wurzelstöcke → neue Glutnester
• Steinschlaggefahr
• Vorschädigungen durch Sturm „Vaia“ (2018) und Borkenkäfer
Positives & Zusammenarbeit
• Schneller Einsatz von Hubschraubern und Waldbrandpaketen
• Logistik-Container mit Spezialausrüstung
• Hervorragende Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen
• Starke Unterstützung durch das Land Kärnten, Bezirke (inkl. Osttirol) und andere Bundesländer
• Große Solidarität aus der Bevölkerung und regionalen Betrieben bei der Versorgung der Einsatzkräfte
Für morgen ist bereits die F-KAT-Bereitschaft 4 (Feldkirchen und St. Veit/Glan) zur Unterstützung der örtlichen Kräfte alarmiert.
Ein riesiges DANKE an alle Einsatzkräfte und Helferinnen und Helfer vor Ort!
Wir halten euch weiterhin auf dem Laufenden.
Fotos: Florian Jost / Matthias Warmuth
schweißtreibende Glutnesterbekämpfung - Update 27.04.2026 / 10:00 Uhr
Am 27. April 2026 wurde der Löscheinsatz beim Waldbrand im Lesachtal fortgesetzt.
In der Nacht wiederentfachte einzelne Brandherde im Inneren der betroffenen Brandfläche von 110 Hektar wurden mit der Unterstützung von drei Bundesheer-Hubschraubern und zwei Polizei-Hubschraubern bekämpft.
Nach wie vor waren die Feuerwehrleute am Boden mit der äußerst anstrengenden und schweißtreibenden Glutnesterbekämpfung beschäftigt. Insgesamt standen am Montag 265 Feuerwehrleute im Löscheinsatz, davon 100 Einsatzkräfte von der F-KAT-Bereitschaft 4 aus den Bezirken St. Veit an der Glan und Feldkirchen. Die Bergrettung unterstützte die Feuerwehrleute im steilen Gelände beim Löscheinsatz. Vom Roten Kreuz standen sieben Sanitätskräfte im Einsatzgebiet in Bereitschaft.
Am Dienstag wird die F-KAT-Bereitschaft 3 aus Klagenfurt (Stadt und Land) die örtlichen Feuerwehren unterstützen.
Text: BI Florian Jost
Fotos: FF Jadersdorf, FF Kühweg, FF Tröpolach, Matthias Warmuth
Lage hat sich nicht verschlechtert - Update 28.04.2026 / 08:00 Uhr
Die Lage hat sich über Nacht nicht verschlechtert. Nach wie vor liegt der Einsatzschwerpunkt auf der Glutnesterbekämpfung.
Dafür stehen derzeit 22 Feuerwehren und die F-KAT-Bereitschaft 3 aus Klagenfurt (Stadt und Land) mit insgesamt rund 280 Feuerwehrleuten (davon 100 von der F-KAT-Bereitschaft) im Löscheinsatz.
Aus der Luft unterstützt werden die Feuerwehren von drei Polizei- und drei Bundesheerhubschraubern.
Für Sicherungsarbeiten im steilen Gelände steht die Bergrettung zur Verfügung.
Das Rote Kreuz steht vor Ort für Notfälle in Bereitschaft.
Text: BI Florian Jost
Fotos: FF Tröpolach, F-KAT Bereitschaft 4, Koppensteiner Robert, Warmuth Matthias
Regenschauer sorgte für merkliche Entspannung der Lage - Update 29.04.2026 / 15:00 Uhr
Waldbrand im Lesachtal - Tag 7
Am 29. April 2026 wurden die Nachlöscharbeiten im vom Waldbrand betroffenen Gebiet im Lesachtal fortgesetzt. Neben den umfangreichen Löschmaßnahmen der Feuerwehr sorgten auch Regenschauer für eine merkliche Entspannung der Lage.
Am Mittwoch waren zwölf Feuerwehren aus dem Bezirk Hermagor und die F-KAT-Bereitschaft 5 aus den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg mit insgesamt 150 Feuerwehrleuten (davon 54 von der F-KAT-Bereitschaft 5) im Einsatz, um unter anderem die Glutnester auf dem 110 Hektar großen Gelände auszugraben und abzulöschen.
Zum Einsatz kam dabei auch eine Feuerwehr-Drohne, welche erst vor wenigen Monaten im Zuge eines EU-Projektes an die Feuerwehren in Südkärnten übergeben worden war. Mit der integrierten Wärmebildkamera können Glutnester aus der Luft lokalisiert werden. Diese Informationen werden anschließend von den Bodenkräften für die Löscharbeiten verwendet.
Am Vormittag mussten die Hubschrauber wegen des Wetters am Boden bleiben. Am Nachmittag waren die zwei Bundesheer-Hubschrauber und ein Polizeihubschrauber wieder in der Luft, um Löscharbeiten an den für Bodenkräfte unzugänglichen Stellen durchzuführen.
Am Donnerstag werden die Löscharbeiten von Feuerwehren aus dem Bezirk Hermagor fortgeführt.
Text: BI Florian Jost
Bilder: F-KAT-Bereitschaft 5
„Brand aus“ - 24 Tage nach Brandausbruch
Der am Abend des 23. April 2026 ausgebrochene Waldbrand im Lesachtal wurde gelöscht. Das gab die Feuerwehr am 17. Mai 2026, 24 Tage nach Brandausbruch, bekannt.
Bevölkerung und Siedlungsgebiet geschützt
Der Brand hatte sich bei Promeggen am Xaveriberg zwischen Maria Luggau und St. Lorenzen im Lesachtal Ende April auf insgesamt 110 Hektar land- und forstwirtschaftliche Fläche ausgebreitet, was einen mehrere Tage andauernden Großeinsatz der Feuerwehr mit insgesamt rund 2.000 Feuerwehrleuten zur Folge hatte, und das mit Erfolg: Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude konnten vor dem Feuer geschützt und eine weitere Ausbreitung des Großbrandes verhindert werden.
Tagelanger, koordinierter Großeinsatz
„In dieser Zeit sind insgesamt rund 10 Millionen Liter Wasser von den Einsatzkräften der Feuerwehr, unterstützt von Hubschraubern der Polizei und des Bundesheeres sowie unter Mithilfe von ansässigen Landwirten auf den Berg befördert worden“, sagte der örtliche Einsatzleiter Gerd Guggenberger, Kommandant der FF St. Lorenzen im Lesachtal und stellvertretender Bezirksfeuerwehrkommandant von Hermagor. Nach den ersten sieben Tagen Großeinsatz, an denen auch vier Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienst-Bereitschaften mit insgesamt 320 Feuerwehrleuten aus ganz Kärnten beteiligt waren, wurde der Löscheinsatz sukzessive auf die örtliche Ebene reduziert.
Mühsame und gefährliche Glutnesterbekämpfung
In den letzten Tagen waren die Lesachtaler Feuerwehren immer wieder mit dem Löschen von Glutnestern beschäftigt. „Wir haben dabei die Unterstützung der Bergrettung bekommen. Mit der Wärmebildkamera ihrer Einsatzdrohne konnten wir die Glutnester aus der Luft lokalisieren. Anschließend wurden diese von den Feuerwehrleuten ausgegraben und abgelöscht, angesichts dieser großen Brandfläche in alpinem Gelände eine langwierige, mühsame und auch gefährliche Arbeit“, sagte Guggenberger. „Der lange und konsequente Einsatz gegen die Glutnester hat sich schließlich gelohnt, und der eingesetzte Regen und auch Schneefall hat letztendlich einen großen Teil dazu beigetragen“, so Guggenberger. Am 17. Mai 2026 konnte er „Brand aus“ geben. „Ich möchte mich nochmals im Namen der Feuerwehr für die professionelle Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen und Behörden sowie für die großartige Unterstützung der Bevölkerung und regionalen Betriebe bedanken“, so Guggenberger abschließend.
Text: BI Florian Jost
Fotos: F-KAT-Bereitschaft 4, F-KAT-Bereitschaft 5, Koppensteiner Robert, Warmuth Matthias

























































